Einblick in das Chinesische Weltbild: Hungry Ghost Festival
Wie die Chinesen ihre Ahnen in ihr Leben integrieren
Das Chinesische Jahr beginnt jeweils am 4. Februar. Das ist der erste Monat des Jahres. Im 7. Monat des Jahres, also im August, ist traditionell das “Hungry Ghost Festival”. Lesen Sie hier, um was es bei diesem Ritual geht.

Wendelin Niederberger im chinesischen Tempel, wo zu ehren der Toten riesige Mengen Opfergaben am traditionellen Hungry-Ghost-Festival überreicht werden.
Das Fest der “Hungrigen Geister” gilt den Seelen jener Toten, die auf Erden keine Angehörigen mehr haben. Wie alle Seelen, kehren auch diese zu bestimmten Zeiten auf die Erde zurück. Da ihnen niemand Opfer darbringt, können sie unter den Lebenden Unheil anrichten. Man stimmt sie günstig, indem man ihnen Opfer darbringt und sie beschenkt.
Das Fest beginnt jeweils am 15. Tag des 7. Monats nach chinesischem Kalender und endet am 30. Tag. Damit bleibt genügend Zeit, die Gräber zu besuchen und auch der eigenen Toten zu gedenken. Nebst Opfergaben wie Früchte, Blumen und Eistee, wie hier im Bild gezeigt, wird auch jede Menge Papiergeld verbrannt und dem Feuer übergeben. Über den Rauch gelangen diese Dinge in den Besitz der Toten.
In Tat und Wahrheit ist diese Zeit eine Übergangsphase, wo sich die beiden Welten besonders gut treffen können, da die Polarität vom Yang zum Yin wechselt. Ähnlich wie bei uns, wo Mitternacht als “Geisterstunde” bezeichnet wird, weil es der Wechsel von einem Tag zum nächsten repräsentiert. Immer in diesen Phasen kommen sich die Frequenzen von materieller und geistiger Welt besonders nahe. Man sagt auch, dass sich die Tore der Geisterwelt in diesen Zeiten öffnen.


Ob Feng Shui, Geomantie, Medialität und Marketing.