Buntes Haus sorgt für rote Köpfe

9. August 2009 4 Kommentare

Ist ein buntes Haus eine Art von „optischer Lärmbelästigung?“

Ein Maler in Regensburg hat genug von grauen Betonklötzen und malt sein Haus in bunten Farben an. „Zu bunt“, meinen die Stadtväter und ein hochkarätiges Experten-Team von Architekten geben den Stadtoberen natürlich recht. Der Vorsitzende des Expertengremiums, der Zürcher Professor Carl Fingerhuth, machte klar, dass ein Präzedenzfall unbedingt vermieden werden sollte. „Optische Lärmbelästigung“, nennt er das bunte Objekt. Es sei dem Maler nur um Eigenwerbung gegangen, schimpft der hochrangige Architekt. „Weit gefehlt“, verteidigt sich der kleine Maler. Nicht einmal angeschrieben, habe er die Fassade. Darum handle es sich um ein Kunstwerk und nicht um eine Werbebeschriftung, wie es ihm die Stadtregierung zum Vorwurf macht.

Kein Gesetz schreibt vor, wie man die Fassade seines Hauses streichen muss. Der pfiffige Maler zeigt, zu was er fähig ist und bemalt sein Haus nach seinem Gusto. Sehr zum Ärger der Stadtväter.

Hätte der Maler „Hundertwasser“ geheissen, dann wäre dieses Haus wahrscheinlich zur kulturellen Pilgerstätte geworden. Aber da es sich nur um einen kleinen Maler handelt, werden die Gesetze plötzlich anders interpretiert.

Ob das Haus nun schön ist oder nicht, darüber wäre zu diskutieren. Dass aber Farbe eine Wirkung zeigt, darüber lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr streiten.

Doch was meint Ihr? Soll der pfiffige Maler dieses bunte Kunstwerk wieder in ein grau(s)es Vorstadthaus zurück verwandeln?

Wir bleiben dran und lassen Euch wissen, wie der Streit ausgeht.

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