Feng Shui Tipp – Dezember 2013: Gesichter Lesen für Kinder

28. November 2013 1 Kommentar

Gesichter Lesen für Kinder: Lassen Sie Ihre „wilden“ Jungs möglichst nicht an die Spielkonsole ran!

Es hört sich einfacher an, als es umgesetzt werden kann. Kinder, vor allem Jungs, lieben alle technischen Spielzeuge. Lesen Sie hier, warum es vor allem den „Holz-Kindern“ sehr schadet, wenn sie sich zu lange mit den Playstations beschäftigen.

Sicher fragen Sie sich, was es mit dem Begriff „Holz-Kind“ auf sich hat? Im „Taoistischen Gesichter Lesen“ kann die Persönlichkeit eines Kindes anhand der Gesichtsmerkmale beschrieben werden. Es gibt insgesamt 5 Grundtypen und dann natürlich alle Mischungen davon. Die einzelnen Typen erkennt man an der Ausprägung der Merkmale im Gesicht.

Die Mischung von „Wettbewerb“ beim Spielen mit Konsolen und körperliche „Inaktivität“ ist vor allem für Kinder, die dem Holz-Element zugeordnet sind, sehr schädlich.

Jeder dieser 5 Grundtypen werden einem Element zugeordnet. Wie in der Chinesischen Medizin üblich, gehört auch jedes Organ einem Element an. Die Leber gehört zum Element Holz. Das Holz-Element steuert auch das Gefühl der Wut und des Ärgers. Die dazu gehörende Farbe ist grün. Darum sagt der Volksmund, „sich grün ärgern“, oder „grün werden“ vor Wut. Sicher kennen Sie auch den Ausspruch, es ist mir eine Laus über die Leber gelaufen, wenn Ihnen etwas „sauer“ aufgestossen ist. (Der Geschmack „sauer“ zählt auch zum Holz)

Die Augenbrauen zeigen die Stärke des Holz-Elements

Durch die Zeichen und Merkmale im Gesicht lässt sich nun ableiten, wie ein Mensch in seinem innersten tatsächlich funktioniert. Hat der Mensch starke, kräftige Augenbrauen, dann ist das ein Zeichen für das dominierende Holz-Element. Ist der Kieferknochen auch noch ausgeprägt oder stark konturiert, wird dieses Verhalten damit noch bestätigt und unterstützt.

Aktiv sein und sich im Wettbewerb messen wollen

Diese Menschen haben ein inneres Bedürfnis nach körperlicher Aktivität. Sie brauchen Bewegung sonst wird es ihnen unwohl und sie „vergitzeln“ fast. Kinder, die dem Holz-Element angehören lieben Spiele, bei dem man sich mit den anderen messen kann. Gewinnen ist das Ziel! – Ein Plan B gibt es nicht. Am liebsten natürlich in Kombination mit körperlichen Aktivitäten im Sport.

Hormonschübe in gefährlichen Dosen

Die elektronischen Spielzeuge sind wie gemacht für Kinder, die diesen Wettbewerb lieben. Das Spiel mit dem Ziel gewinnen zu wollen erzeugt eine Unmenge an Hormonen. Diese müssten aber in Kombination mit körperlicher Aktivität abgebaut werden können. Das geschieht in diesem Fall nicht und die Überdosis führt zu erheblichen Disharmonien im Gesamt-System. Die Folge davon sind extreme Aggressionen und Gleichgewichtsstörungen bis zu Zerstörungswut. Ein Kind kann nichts dafür, wenn es sich nach ausgiebigem Spiel vor der Kiste so verhält. Dieser giftige Cocktail im Körper, der durch das intensive Spielen mit den Konsolen erzeugt wurde, kann nur noch auf diese Weise abgebaut werden. Die Herausforderung der Eltern und Erzieher liegt also darin, den Kindern eine Alternative zu zeigen, damit die virtuellen Spiele nicht mehr diese grosse Faszination erzeugen und das Bedürfnis nach Aktivität und Wettbewerb anders und vor allem gesünder gestillt werden kann.

Dies ist ein Auszug aus dem neusten Neumondbrief Nr. 113 von Wendelin Niederberger, Leiter der Feng Shui Schule Schweiz. (Ganzheitliches Institut für persönliche Weiterentwicklung auf der Basis Taoistischer Weisheitslehren) Wenn Sie den ganzen Brief gerne lesen möchten, finden Sie hier das PDF der Aktuellen Ausgabe vom Dezember 2013

Neumondbrief Nr. 113, 12:2013

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Gesichter Lesen für Kinder

22. November 2013 Keine Kommentare

Der 13. Treffpunkt Erfolg zeigt Wirkung

Kann man in den Gesichtern der Kinder erkennen, wie sie sich verhalten? Kann man erkennen, wie man mit ihnen umgehen muss? Jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Persönlichkeit. Leider wissen die meisten Eltern und Erzieher nicht, dass diese Persönlichkeitsmerkmale respektiert werden müssen, um dem Kind Sicherheit zu geben. Lesen Sie hier, die Erfolgsgeschichte einer *Teilnehmerin. (*Name der Redaktion bekannt)

Der Treffpunkt Erfolg hat mich dazu bewogen, wieder mal meinem Sohn mitzuteilen, dass ich ihn genauso liebe wie er ist (ich hatte ihm dies ja bisher auch so gezeigt nur nie so ausführlich kommuniziert). Sein Chaos im Zimmer darf er so lange behalten, wie es ihm wohl ist. Am Tisch beim Essen akzeptiere ich, wenn er mit mir alleine isst, auch mal nicht so  „gesellschaftstaugliches“ Verhalten. Wenn andere Menschen am Tisch sitzen, muss er sich aber an Regeln halten.

Den Sinn der Schule sieht er ausser im Turnen und in der Pause überhaupt nicht ein. Er macht zwar seine Aufgaben, aber wirklich nur das Allernötigste. Dafür holen sie ihn im Schulhaus, wenn es etwas zu reparieren gibt oder handwerkliches Geschick gefragt ist. Er liebt Sport, Bewegung und Handwerk. Ich habe ihm gesagt, dass er Zuhause alles so beibehalten darf . Ausserhalb gibt es ein paar Regeln, die man halt einfach in der Gesellschaft einhalten muss. Stinkige Socken sind in seinem Zimmer erlaubt, wenn wir aber zur Behandlung in die Akupunktur gehen, dann ist es für die Therapeutin angenehmer, wenn Füsse und Socken sauber sind.
Ich habe ihm auch Beispiele erzählt, wie verschieden die Menschen sind und dass dies so gut sei. Ich habe ihm seine vielen Talente und Fähigkeiten aufgezeigt und ihn ermuntert das zu machen, was ihm Freude bereitet. Am Ende der Diskusion war ein wunderschönes Strahlen auf seinem Gesicht.

Jedes Kind hat seinen eigenen Charakter, der sich durch die Gesichtszüge beschreiben lässt.

Dies war am letzten Montag… den Rest der Woche hatten wir ganz viele schöne Stunden zusammen. Und der Gipfel der Sache: Am Wochenende hat er stundenlang FREIWILLIG! sein Zimmer aufgeräumt und grosszügig entrümpelt. Erstmals habe ich von ihm gehört dass ihm sein aufgeräumtes Zimmer sehr gut gefalle.

Dies zeigt klar auf, wie viel wir auch in der Erziehung erreichen können, wenn wir den Kindern ihren Charakter lassen. Ich habe ihm gezeigt dass er in meiner Anwesenheit Zuhause sich selber sein darf. Ich werde auch in Zukunft weniger korrigieren und zurechtweisen sondern „stärken“ und „hinweisen“.

Die Wirkung hält an und geht sogar weiter. *Patrick geniesst nun sein Zimmer so richtig. Jetzt macht es sich auf seinem Bett gemütlich mit Punsch und einem Buch. Ich glaube es kaum, aber es macht ihm plötzlich Spass zu lesen!
Ich habe meinem Sohn sehr einfühlend mitgeteilt, dass er hier bei mir genau so sein darf wie er möchte. Ich habe ihn ermuntert das zu tun was für ihn stimmt (in diesem Fall im Chaos in seinem Zimmer zu leben so lange es ihm wohl ist) und nicht einem „Muster-Bild“ zu entsprechen. Und siehe da…. unmittelbar kommen „echte“ Wesenszüge zum Vorschein. Herrlich…

Dieses erfreuliche Beispiel dieser Mutter zeigt, dass man bei den Kindern sofort ein anderes Verhalten erwarten kann, wenn ihre persönlichen Wesenszüge erkannt werden und sie so behandelt werden, wie es ihrem inneren Charakter entspricht.

Wer das am Treffpunkt Erfolg gezeigte „Taoistische Gesichter Lesen“ lernen möchte, findet hier den Link zur Ausschreibung:

http://www.feng-shui-schule.ch/Kurse/Feng-Shui-Spezialkurse/Gesichter-Lesen.html

Möchten auch Sie am nächsten Treffpunkt Erfolg dabei sein? Hier geht es zur Anmeldung für Freitag, 14. November 2014

Haben Sie Lust ähnliche Artikel zum Taoistischen Gesichter Lesen? Hier gibt es weitere Blog-Beiträge:

Das Tao in der Kunst Gesichter zu Lesen

200 Kleinunternehmer treffen sich am 13. Treffpunkt Erfolg

15. November 2013 3 Kommentare

Neues Bewusstsein im Unternehmertum, Kreativität und eine neue Basis in der Gesellschaft

Für viele steht im November der „Treffpunkt Erfolg“ fix in der Agenda. Die Anmeldungen treffen scharenweise ein. -Und dies obwohl das Programm noch gar nicht bekannt ist. Egal! – Es wird so oder so immer etwas geboten. Lesen Sie hier, warum diese Input-Tagung bei den Teilnehmenden eine so hohe Akzeptanz gefunden hat.  

Es ist die einzige Tagung für ganzheitlich denkende Kleinunternehmer. Der „Treffpunkt Erfolg“ möchte diesen Menschen eine Plattform und Inspirationsquelle bieten. Dem Initiant dieses Anlasses, Wendelin Niederberger, gelingt es auch im Jahr 2013 viele spannende Referate zu präsentieren.

Der rote Faden, der sich durch die Veranstaltung in diesem Jahr zog, galt der Erneuerung der Schule. Anlass dazu gab der neue Film des Österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer. Mit dem Film „Alphabet“ will er eine fundamentale Erneuerung der Gesellschaft einleiten. Wie stark wir selber von den eingrenzenden Erfahrungen beeinflusst sind, zeigte Frauke Nees.

Frauke Nees zeigt eindrücklich, wie sehr wir unser kreatives Potential beschränken.

Caroline Märki-van Zeerleder plädiert für ein neues Erziehungs-System. Die Gründerin des Familylab.ch setzt sich für eine neue Erziehungskultur ein. Sie unterstreicht in ihrem Referat, dass wir alle in unserem Alltag von den Modellen der Schule und der Kindheit beeinflusst sind. Diese einschränkenden Strukturen zu erkennen, öffnet neue Ansätze für den Erfolg. Sie sagt: Wer sich selber so annimmt und liebt, egal, welchen Status er hat, ist schon mal gut gerüstet fürs Leben.“.

Caroline Märki-van Zeerleder gründete „familylab.ch“, zum Zweck, eine neue Erziehungskultur einzuleiten.

André Stern: „Ich bin nie zur Schule gegangen.“

Eindrücklich erzählt der in Paris aufgewachsene André Stern über sein Leben in der Kindheit. Da er nie zur Schule ging und auch von seinen Eltern nie eine klassische Schulbildung erhalten hat, konnte er zeigen, dass es andere Modelle gibt. Er kann schreiben und lesen und spricht unter anderem 5 Sprachen. Er sagt: „Lernen ist für den jungen Menschen so natürlich wie das Gefühl von Hunger. Es ist einfach da und wird ganz automatisch befriedigt, insofern man das Kind machen lässt. Sobald es etwas lernen muss, wozu es den Sinn nicht einsieht oder wozu es keine Lust hat, stirbt dieser innere Drang sehr schnell und lernen wird als Qual erlebt.“ Mit seiner gewohnt bescheidenen aber äusserst farbenfrohen Erzählweise berichtet Stern von seinen Kindheits-Erlebnissen. Er erzählt aber auch, wie er jetzt selber mit seinem eignen Sohn umgeht. In Wagenhofers Film „Alphabet“ spielt der gelernte Gitarrenbauer eine tragende Rolle, weil er der seltene Beweis dafür ist, dass eine andere Schule möglich wäre. Das heutige Schulssystem, das in seinen Grobzügen aus Preussen stammt und 1809 eingeführt wurde, hat ausgedient.

André Stern ging nie zur Schule und Wendelin Niederberger leitet eine Schule, an der mit der „Super-Learning-Methode“ ausgebildet wird.

Das Ende der „Wissens-Bulimie“

In einem Klima der Angst kann nichts nachhaltiges entstehen. Das Schulsystem mit seinen Noten hilft nur denen, die sich an diesen Regeln orientieren können. Der deutsche Philosoph Richard David Precht bringt es in seinem neustem Buch auf den Punkt: „Wir fressen Wissen in uns hinein, um es dann für die Noten wieder auszukotzen, um es anschliessend zu vergessen.“ Wahres Lernen ist Erfahrung. Alles was bleibt ist das, was man mit eigenem Erleben kombinieren kann. In Wagenhofers Film wird gezeigt, dass die Pisa-Studie eine der schlimmsten Erfindungen für die Menschheit ist. Es werden Hochleistungs-Schüler gezüchtet, die nie in der Lage sein werden, die Probleme der Menschheit zu lösen.

Familiäre Verstrickungen zeigen sich in der Netzhaut

Ursula Büchler beleuchtet unsere Wahrnehmung von einer ganz anderen Seite. Die Gründerin der integrativen Sehtherapie, zeigt in eindrücklichen Bildern die Netzhaut von Menschen und der darin angezeigten gesundheitlichen Probleme und Systemischen Blockaden.

Ursula Büchler zeigt in eindrücklichen Bildern, wie man systemische Familien-Verstrickungen in der Netzhaut erkennen kann.

Als Grundlage für die von Ursula Büchler entwickelte integrative Sehtherapie, dient die Selbstwiederholung des Körpers. Dies bedeutet, dass jeder Teil des Körpers in jedem anderen Teil angezeigt wird und dort seine Entsprechung hat. Man kennt dies aus der Fussreflexzonen-Massage. Die ausgebildete Optiker-Meisterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie fand in der Netzhaut Eindrücke, welche die Blockaden zeigen, welche die Menschen mit sich tragen.

Modernste medizinische Apparate kombiniert mit ganzheitlichen Ansätzen

Ursula Büchler erläutert anhand konkreter Fälle, wie man die gesundheitlichen Probleme, Schicksals-Schläge von Menschen, wie Unfälle oder einschneidende Erfahrungen in den Augen erkennen kann. Dabei bedient sich die Fachfrau für Optometrie modernster Messgeräte. Diese sichtbar gemachten Eindrücke in den Augen der Menschen helfen mit, die Blockaden zu erkennen und mit sanften Methoden zu beheben.

Bei Michel Péclard steht die Frage „wieso“ am Anfang jeder neuen Idee 

Er kann nicht kochen und er versteht nichts von Wein. Er ist Lehrer für Buchhaltung an der Hotelfachschule in Luzern und verstösst gegen sämtliche Branchengesetze. Und doch führt er ein erfolgreiches Gastro-Unternehmen mit 7 Betrieben und 140 Mitarbeitern.

Michel Péclard weiss, wie man seine Leute begeistert. Er stellt alles in Frage, was es in Frage zu stellen gibt. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Der krönende Abschluss der Tagung zelebrierte der Gastro-Unternehmer mit einem Feuerwerk an „Querdenken“. Aus dem Stegreif und mit innerem Feuer vermochte das „enfant terrible“ der Züricher Gastro-Szene, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Er ist der lebendige Beweis dafür, was man erreichen kann, wenn man sich nicht von konventionellen Vorgaben einengen lässt. „Poulet-Flügeli“ statt „Chateaubriand“ und „Zuckerwatte“ zum Dessert statt „Schoggimousse“. Mit echt „durchgeknallten“ Ideen zum Gross-Erfolg und die Gäste strömen in Scharen in seine Betriebe. Sie wollen „Rüebli im Chörbli“ knabbern und sie lassen sich dafür gerne das Geld aus der Tasche ziehen. Mit seinen unkonventionellen Ideen schafft er es locker, die Aufmerksamkeit der Presse auf sich zu ziehen und kann schon mal mit einem ganzseitigen Bericht im Tages-Anzeiger aufwarten.

Wer den Bericht des umtriebigen Unternehmers gerne lesen möchte, findet hier das PDF zum herunterladen: Michel Péclard – Ich streite oft mit meinen Köchen

Neuer Termin jetzt sofort anmelden!

Wer sich am 14. Treffpunkt Erfolg einen Platz sichern möchte, sollte sich so schnell wie möglich anmelden. Hier der Link:

14. Treffpunkt Erfolg, Freitag, 14. November 2014, Mövenpick Hotel, Egerkingen

Energie, die sich ausbreitet! Hier ein paar Bilder als Erinnerung an einen kraftvollen Kleinunternehmer-Tag

Impressionen Treffpunkt Erfolg 2013

 

 

Angst oder Liebe? Erwin Wagenhofer bringt Alphabet in die Kinos

2. November 2013 Keine Kommentare

Wie man die Probleme der Zunkunft wirklich lösen könnte.

Hier ein Beitrag des Fernsehmagazins „titel, thesen, temperamente“ zum neusten Film des kritischen Filmemachers Erwin Wagenhofer, der schon die gesellschaftskritischen Filme „We feed the world“ und Let’s make money“ zu Kassenschlagern machte. Der neuste Wurf des Österreichers handelt von unserem Schulsystem. Dabei geht es Wagenhofer nicht in erster Linie darum, die Schule zu hinterfragen, sondern viel mehr um eine Revolution des Denksystems, das eine solche Schule erst möglich macht. Sehen Sie selbst:

Erwin Wagenhofer bringt „Alphabet“ in die Kinos

2. November 2013 Keine Kommentare

Warum namhafte Experten eine sofortige Bildungs-Revolution fordern

Mit seinen Filmen „We feed the world“ und „let’s make money“ hat der Österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer den Daumen in die Wunde der Nahrungsmittel-Produktion und dem maroden Finanzsystem gedrückt. Mit seinem neusten Film „Alphabet“ lenkt der kritische Beobachter unseres Gesellschafts-Systems, unsere Augen und Herzen auf die Wurzel allen Übels, – unser komplett veraltetes Schulsystem. Lesen Sie selbst!

Einmal mehr trifft Erwin Wagenhofer den Nerv der Zeit. Wer den Film „We feed the world“ gesehen hat, wird sich in Zukunft mehr Gedanken darüber machen, wie verschwenderisch und dumm wir in der westlichen Welt mit der Nahrungsproduktion umgehen. Wir subventionieren mit Steuergeldern die Bauern, was eine Überproduktion zur Folge hat. Dann werden diese Lebensmittel nach Afrika verramscht, was den dort produzierenden Bauern verunmöglicht, ihre eigenen Produkte gewinnbringend zu verkaufen, weil sie aufgrund der Subventionen preislich nicht mithalten können.

Erwin Wagenhofer gibt in seinem neusten Film „Alphabet“ einen Einblick in unser Schulsystem, das einer dringenden Revolution bedarf.

Abrichtungs- und Dressurschule statt Bildung

Genau so kritisch bringt Wagenhofer unser Schulsystem in unser Bewusstsein. Der Grundtenor ist klar: Die Schüler werden in unserem Schulsystem zurecht gebogen. Darum nennt man es auch „Unter-richten“. Wir werden „gerichtet“, um zu braven Mitgliedern der Gesellschaft zu werden, die immer schön konsumieren, was noch braver produziert wurde. Wir werden auf Standart-Antworten getrimmt. Kreativität, Fantasie und unangepasstes Denken gehen dabei verloren. „Das Maschinenzeitalter, in dem unser Schulsystem entwickelt wurde, ist geprägt davon, dass Menschen wie Maschinen funktionieren“, sagt Gerald Hüther in Wagenhofers Film. „Darum hat man sie „Unter-richtet, damit sie immer schön brav das tun, was ihnen gesagt wird! Die Schule aus dem Preussentum, hat es nicht geschafft, sich vom „Richten“ dem „Unter-Richten“ zu lösen.

Sogar der ehemalige Spitzenmanager der Deutschen Bank, Thomas Sattelberger, stimmt in die harsche Kritik an diesem System mit ein. Er fordert: „Wir brauchen Menschen, die die alten Bildungssysteme zertrümmern!“

Bildung ist das was übrig bleibt, wenn man das Gelernte wieder vergessen hat

Der bekannte deutsche Pholosoph Richard David Precht nimmt in seinem neusten Buch dieses unsägliche Bildungsystem genau so auf die Traktanden. Er nennt die Art und Weise, wie in den Schulen gelehrt wird „Wissens-Bulimie“: „Wir fressen das ganze Wissen in uns hinein, um es dann bei der Prüfung wieder auszukotzen. (Das hat Precht natürlich etwas feiner ausgedrückt.) Ein paar Tage später ist dann meist alles wieder vergessen. Es ist völlig absurd, eine solche Veranstaltung „Bildung“ zu nennen.

Erwin Wagenhofer: „98% der Menschen werde als Genies geboren. Warum bleiben am Ende des Lebens nur gerade 2% davon übrig?“

Mathematik-Olympiade statt Kindheit

Einmal mehr gelingt es Wagenhofer mit seinen subtilen Bildern eigene innere Gefühle zu wecken. Er zeigt zum Beispiel diesen jungen chinesischen Schüler, der von seinen Eltern auf Leistung getrimmt wird. Stolz zeigt die Grossmutter die Goldmedaillen der Mathematik-Olympiade, die ihr Enkel gewonnen hat. Schaut man dem Kind in die Augen, sieht man, dass jeder Funken Kindheit erloschen ist.

„Leistungsorientiert – Egal wie!“

So die Antwort eines jungen Managers auf die Frage, wie denn der ideale Manager auszusehen hat. Genau solche Auswüchse kommen mit diesem Schulsystem zustande, wie das sehr treffend im Trailer des Films gezeigt wird. Wagenhofer ist es ein Anliegen aufzuzeigen, dass es nicht in erster Linie um eine Erneuerung des Schulsystems geht, sondern um eine Revolution des Denksystems, das eine solche Schule erst ermöglicht hat. Es geht auch nicht darum, die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer kritisch zu hinterfragen. Es geht um ein fundamentales Umdenken unseres Gesellschafts-Systems, deren Zeit definitiv abgelaufen ist.

In Österreich ist der Film im Oktober 2013 angelaufen und auch in Deutschland ging der Vorhang am 31. Oktober 2013 auf. Wann der Film in der Schweiz zu sehen ist, steht noch nicht fest. Wir werden aber ganz bestimmt darauf hinweisen, wenn es soweit sein wird. Hier der Link zur Webseite, wo Ihr auch den Trailer zum Film anschauen könnt: http://www.alphabet-derfilm.at/

Hier ein Link zu einem spannenden Bericht über den Film und den Regisseur Erwin Wagenhofer:

Warum die Pisa-Studie zum Wohl der Kinder in Frage gestellt werden kann

Am 13. Treffpunkt Erfolg ist einer der Protagonisten des Films, André Stern, anwesend und erzählt über seine Erfahrungen. Hier geht es zum Programm: 13. Treffpunkt Erfolg in Egerkingen vom Freitag, 8. November 2013